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Mittwoch, 10. Oktober 2018

Obstsushi (oder Frushi) in verschiedenen Varianten

In den letzten Jahren habe ich für meine Kinder und mich immer wieder mal Obstsushi (auch Frushi genannt) als Nachtisch oder aber auch zum Frühstück gemacht. Leckerer Kokosmilchreis trifft auf Obst und Crêpes...gibt es was besseres? 
Und nun, wo ich endlich fündig geworden bin, konnte ich es endlich auch mit leckerem Fruchtleder zubereiten. Wer mir auf Instagram oder Facebook folgt, konnte das Ergebnis bereits begutachten. Und da die Nachfrage ja bekanntlich das Angebot bestimmt und ich in den letzten 36 Stunden sehr (sehr, sehr) häufig nach dem Rezept gefragt wurde, hier nun meine "kleine" Anleitung. Wenn etwas unklar beschrieben sein sollte bitte meldet euch, ich helfe gerne und ändere die Anleitung dann auch entsprechend ab. Ich hoffe, es gelingt euch und ihr gebt mir ein kurzes Feedback. 
 



Rezept Kokosmilchreis
100g Milchreis
250ml Milch
150ml Kokosmilch
1/2 TL gemahlene Vanille
1 EL Maniocsirup (oder Süßungsmittel nach Wahl)

Die Milch mit der Kokosmilch mischen und zusammen mit der Vanille und dem Sirup in einen Topf geben. Den Milchreis dazugeben und das ganze einmal richtig aufkochen lassen. Nun für rund 10 Minuten bei mittlerer Hitze weiterkochen. Dann den Deckel auf den Topf geben und bei ganz schwacher Hitze (ich nehme Stufe 2 von 9) für weitere 15 Minuten ziehen lassen. Zwischendurch immer wieder mal umrühren. Wenn die Flüssigkeit vollständig vom Reis aufgenommen wurde und dieser noch einen ganz leichten Biss hat, die Masse zum Abkühlen beiseitestellen.

Rezept Crêpes
8g Butter
1 Ei
1 EL Apfelsüße
50g Buchweizenmehl
125ml Milch

Anmerkung:
Wer möchte kann den Teig für einen farblichen Akzent auch einfärben (ich teile den Teig gerne in 2 Hälften und gebe jeweils max. 1 gestrichenen TL Pulver sowie 1 EL Milch hinzu):
Grün     --  Matcha
Gelb     --  Kurkuma
Rosa     --  Pitahayapulver
Rot       --  Erdbeerpulver
Braun   --  Rohkakao

Für den Pfannkuchenteig die Butter schmelzen und abkühlen lassen.
Das Ei mit der Apfelsüße oder einem Süßungsmittel nach Wahl verrühren und das Mehl darüber sieben. Das Mehl mit einem Schneebesen gut unterrühren und dann zuerst die geschmolzene (und abgekühlte) Butter, sowie die Milch hinzufügen und jeweils gut verrühren. Der Teig sollte komplett klümpchenfrei sein, bevor er für min. 1 Stunde in den Kühlschrank wandert.
Nach der Stunde eine Pfanne mit wenig Speiseöl (ich nehme ein Küchentuch zum verteilen) einölen und erhitzen. Etwas Teig hineingießen und durch schwenken in der ganzen Pfanne dünn verteilen. Sobald der Rand des Crêpes gar wird und die Oberfläche zu trocknen beginnt den Crêpes wenden und auch von dieser Seite kurz ausbacken.
 

Maki Sushi
 

Die kleinen Reisröllchen, in denen meist Lachs oder Gurke steckt und bei denen ein Noriblatt drumgewickelt ist, kennt wohl jeder. Da jedoch Nori mit Sicherheit nicht so gut zum Kokosmilchreis und Obst passt, muss also eine Alternative her. Hierfür eignen sich entweder dünne Crêpes, Sojapapier oder Fruchtleder. 
Das gewünschte Obst sollte so in Form gebracht werden, dass man es länglich auf dem Reis verteilen kann und schon kanns losgehen. 
Wie ich es mache zeige ich euch hier anhand eines Crêpes.
  1. Ich persönlich finde es am einfachsten die Maki zu rollen, indem ich auf die Sushimatte ein Stück Frischhaltefolie lege. Nun den Crêpes (oder das Fruchtleder etc.) darauf platzieren.
  2. Den Kokosmilchreis (am besten mit angefeuchteten Händen, dann bleibt er nicht kleben) dünn aber gleichmäßig auf dem Crêpes verteilen. Dann das Obst im unteren Drittel länglich darauf platzieren. 
  3. Nun den unteren Teil der Matte leicht anheben und soweit umklappen, dass das Obst in der Mitte ist. Auf dem Foto habe ich vergessen es zu markieren, aber das obere Drittel des Crêpes schneide ich meistens ab, um eine schöne Rolle hinzubekommen.
  4. Nun die Matte weiter unter leichtem Druck aufrollen und die Rolle formen. 
  5. Anschließend muss die Rolle mit einem scharfen Messer vorsichtig (ohne Druck) in Stücke geschnitten werden.
  6. Fertig sind die Maki Obstsushi.

Inside Out Roll
 

Diese Röllchen sind eine Abwandlung der obigen Maki Sushi und zeichnen sich dadurch aus, dass das Noriblatt nicht um sondern im Reis steckt. Die Außenseite wird meist in Kräutern oder Fischeiern gewälzt. Auch hier eigenen sich dünne Crêpes, Sojapapier oder Fruchtleder als Noriersatz und das Röllchen kann nach belieben in Kokosflocken, gemahlenen oder gehakten Nüssen oder vielleicht auch Schokoflocken gewälzt werden. 
Das gewünschte Obst sollte so in Form gebracht werden, dass man es länglich auf dem Reis verteilen kann und schon kanns losgehen. 
Bei dieser Variante habe ich mich für Fruchtleder entschieden.
  1. Auf die Sushimatte wieder ein Stück Frischhaltefolie legen (die ist mir leider ausgegangen, daher habe ich mir mit Alufolie Abhilfe geschafft). Diesmal kommt zuerst eine dünne aber gleichmäßige Schicht Kokosmilchreis (denkt an die angefeuchteten Händen, damit er nicht klebt) auf die Frischhaltefolie.
  2. Nun das Fruchtleder mittig schön platzieren. Der Kokosmilchreis sollte am oberen und unteren Ende ein wenig unter dem Fruchtleder hervorschauen um beim Aufrollen ein schönes Ergebnis zu erzielen.
  3. Jetzt wieder eine dünne Schicht Kokosmilchreis auf dem Fruchtleder verteilen. Dann das Obst im unteren Drittel länglich darauf platzieren. 
  4. Nun den unteren Teil der Matte leicht anheben und soweit umklappen, dass das Obst in der Mitte ist. Auf dem Foto habe ich vergessen es zu markieren, aber das obere Drittel des Crêpes schneide ich meistens ab, um eine schöne Rolle hinzubekommen. Die Matte weiter unter leichtem Druck aufrollen und die Rolle formen.
  5. Abschließend die Rolle in Kokosflocken (oder was auch immer ihr nehmen möchtet) wälzen und die Rolle mit einem scharfen Messer vorsichtig in Stücke schneiden.
  6. Fertig sind die Inside Out Obstsushi.
 
Gunkan Sushi
 

Gunkan sind kleine "Schiffchen" aus Nori, in denen sich unten ein Reisbällchen versteckt, welches mit allerlei Leckerein gefüllt werden kann. Wie auch schon bei den Maki und Inside Out Rolls, eignen sich hier Crêpes, Sojapapier oder Fruchtleder als Noriersatz. 
Als Füllung eignen sich kleine Früchte wie z.B. Granatapfelkerne oder kleine Heidelbeeren, aber natürlich auch jedes andere Obst, welches dann am besten mit einem kleinen Ausstecher in Form gebracht wird. 
Ich habe hier wieder das Fruchtleder als Noriersatz gewählt.
  1. Das Fruchtleder in ca. 3cm breite und max. 10cm lange Streifen schneiden (sollte es zu lang sein, kann dies im nachhinein noch entsprechend gekürzt werden). Den Kokosmilchreis (wer weiß was jetzt kommt? richtig ;)  mit feuchten Händen) in kleine Bällchen formen. Ich habe hier eine Kiwibeere dazu gelegt, damit ihr euch in etwa vorstellen könnt, wie groß ich meine mache. 
  2. Nun einfach das Fruchtleder um das Bällchen legen.
  3. Die Enden verklebt ihr einfach mit Reis. Dazu ein einzelnes Reiskorn in die obere Ecke legen, fest zusammen drücken und das Fruchtleder hält zusammen. Nun kann das Gunkan Obstsushi noch in Form gebracht werden. Entweder ihr lasst es rund oder formt es leicht oval.
  4. Nun muss das Obst nur noch auf den Kokosmilchreis gegeben werden und fertig ist das Gunkan Obstsushi.

Nigiri Sushi

Neben den Maki Röllchen ist das Nigiri Sushi wohl am bekanntesten. Es ist "einfach" nur ein längliches Reisbällchen, welches mit den gewünschten Zutaten belegt wird. Manche Sorten haben auch noch ein Noriband um ihre Hüften gewickelt. Hier eignen sich wieder die üblichen Verdächtigen (Crêpes, Sojapapier oder Fruchtleder) als Ersatz.
Das Obst sollte nach Möglichkeit dünn aufgeschnitten werden. Entweder man nimmt es am Stück (wie hier die Mango) oder man nimmt mehere kleinere Stücke und legt diese leicht überlappend aufeinander (siehe Kiwi). Die Himbeere habe ich eigentlich nur genommen, damit es schön bunt wird :D
  1. Ich hoffe, eure Hände sind immer noch angefeuchtet, denn nun müsst ihr die Basis formen. diese sollte eine längliche Form haben.
  2. Nun einfach das gewünschte Obst entsprechend darauf drappieren. 
  3. Wenn ihr möchtet, könnt ihr nun noch einen schmalen Streifen Noriersatz (hier Crêpes) um das Nigiri Obstsushi wickeln und fertig ist es auch schon. 





Anmerkung:

Wer das "Sushi" standesgemäß mit Wasabi und Gari (Sushi-Ingwer) servieren möchte kann das wie folgt machen:
Für das Wasabi weiße Schokolade hacken und mit heißer Sahne übergießen. Nicht zu viel Sahne verwenden, das Wasabi soll ja cremig sein, nicht flüssig. Einfärben kann man die Schokolade dann mit Matcha oder einfach Lebensmittelfarbe. 
Als Ingwerersatz nehme ich ganz einfach Apfel. Dieser wird geschält und dann weiter mit dem Sparschäler Stück für Stück abgehobelt und in Zitronenwasser eingeweicht.Nach 10-15 Minuten abgießen und zusammen mit dem "Wasabi" zum Obstsushi servieren.



Mittwoch, 25. April 2018

Kokos-Erdbeer-Riegel

Ich bin ja immer wieder auf der Suche nach gesunden Naschreien die schnell selbst gemacht sind. Und da bin ich neulich in Internet über Kokosriegel gestolpert, die ich für uns dann etwas abgeändert habe. Nach dem 3. Versuch haben sie uns dann so gut geschmeckt, dass ich euch das Rezept nun auch verraten möchte.
Ich habe für meine Riegel diese Silikonform von De Bentofabriek benutzt.
Rezept
100g Haferflocken
2 EL Kokoschips
15g getrocknete Erdbeeren
3 EL Kokosmus
1 EL Kokosblütensirup
50g Kokosöl

50g Haferflocken im Mixer gut zerkleinern, die Erdbeeren falls nötig in kleinere Stücke zerteilen. Dann alle Haferflocken, Kokoschips und Erdbeeren mischen. 
Das Kokosöl mit dem Kokosmus sowie Kokosblütensirup in einem Topf auf niedriger Stufe schmelzen und gut verrühren.Wenn alles geschmolzen ist zu den trockenen Zutaten geben und alles gut miteinander vermengen. 
Ich habe die Masse dann in eine Riegelform gedrückt und im Kühlschrank für 2 Stunden fest werden lassen.
Wenn ihr eine solche Riegelform nicht zur Hand habt, könnt ihr die Masse auch einfach ca. 1 1/2cm hoch auf einem Backpapier verteilen. Nach dem Festwerden im Kühlschrank können dann mit einem scharfen Messer einfach die Riegel entsprechend zugeschnitten werden.

Mittwoch, 20. Juli 2016

roher Käsekuchen

Kennt ihr Raw Cheesecakes? Ich habe die kleinen Köstlichkeiten kürzlich durch Zufall für mich entdeckt und muss das jetzt einfach mit Euch teilen.
Wenn man die Cashewkerne lange genug eingeweicht hat sind diese kleinen Törtchen ruckzuck gemacht und das ganz ohne Backofen. Darüber hinaus kommen sie ohne Zucker und Mehl daher und sind durch die Nüsse und das Kokosöl auch noch gesund – was will man mehr. Und gerade jetzt an so heißen Sommertagen wie heute ist so ein kleines gekühltes Törtchen einfach bestens geeignet.
Rezept
90g Nüsse (Mandeln, Walnüsse, Haselnüsse)
8 getrocknete Datteln
1-2 EL Wasser

250g Cashewkerne (vorher bitte 4 bis 5 Stunden in Wasser einweichen)
5 EL Kokosöl
1 Vanilleschote
50 ml Cashewmilch
60g Himbeeren

Für den Boden beliebige Nüsse zusammen mit den Datteln und dem Wasser im Blitzhacker solange mixen, bis eine kompakte aber noch leicht stückige Masse entsteht. Diese dann fest in die Törtchenf
Als nächstes die eingeweichten Cashewkerne abtropfen lassen und in den Mixer geben. Das Kokosöl schmelzen und 4 EL zusammen mit dem Mark der Vanilleschote und der Cashewmilch zu den Cashewkernen geben. Alles pürieren bis eine cremige Masse entsteht. Wer möchte kann hier auch noch etwas Ahornsirup hinzugeben um dem Ganzen etwas mehr Süße zu verleihen.
Zwei Drittel der Masse auf den gekühlten Böden verteilen und wieder in den Kühlschrank stellen.
Die Himbeeren und den letzten EL Kokosöl zur restlichen Masse im Mixer geben und nochmals pürieren. Die Himbeermasse auf die Törtchen geben und diese nochmals rund 1 Stunde im Kühlschrank fest werden lassen.

Montag, 21. März 2016

Kokos-Panna-Cotta mit Erdbeerpüree

In den letzten Wochen habe ich bedingt durch einige Geburtstage und einer Konfirmation viel gebacken und auch das ein oder andere Dessert fand seinen Weg aus meiner Küche in die Mägen der Gäste. Ein Dessert hiervon war eine leckere Panna Cotta, für die ich anstatt wie üblich Sahne, Kokosmilch verwendet habe. Dadurch ist die Panna Cotta weniger fettig und erhält einen super leckeren Kokosgeschmack. Ferner habe ich den (normalen) Zucker durch Kokosblütenzucker ausgetauscht, der dem Ganzen noch eine leicht karamellige Note verpasst hat.
Allerdings nutze ich Kokosblütenzucker nicht nur wegen seines tollen Geschmacks, sondern vielmehr wegen seiner tollen Eigenschaften. So liefert er neben den Vitaminen C, B1, B3 und B6 auch jede Menge Mineralstoffe wie z.B. Zink, Kalium, Magnesium, Phosphor und Eisen sowie 16 wertvolle Aminosäuren. Diese Aminosäuren sind wichtig für den menschlichen Stoffwechsel und gewährleisten die Grundversorgung für einen gesunden und intakten Organismus. Zudem sind sie verantwortlich für den Aufbau und Erhalt sämtlicher Körperfunktionen.
Ferner achte ich auch darauf, möglichst viele Lebensmittel zu verwenden, die einen niedrigen glykämischen Index (GI) vorweisen können. Der GI eines Lebensmittels zeigt, wie schnell der Zucker aus der Nahrung ins Blut gelangt und wie stark er den Blutzuckerspiegel in die Höhe treibt. Ein stabiler Blutzucker, der nach dem Essen weder stark ansteigt noch schnell abfällt, hat ein längeres Sättigungsgefühl zur Folge und die bösen Heißhungerattacken bleiben aus. Von einem niedrigen GI spricht man bei einem Wert von unter 50 und hier punktet der Kokosblütenzucker mit einem GI von 35 (zum Vergleich hat Zucker einen GI von 70 und Honig liegt je nach Sorte bei 60 bis 80).

Aber genug erzählt...hier nun das Rezept meiner Kokos-Panna-Cotta mit Erdbeerpüree:



Rezept
400 ml Kokosmilch
20g Kokosblütenzucker
1 Vanilleschote
4 Blatt Gelatine
250g Erdbeeren

Die Gelatine in kaltem Wasser einweichen. Währenddessen die Kokosmilch zusammen mit dem Zucker und dem Mark einer Vanilleschote aufkochen. Sobald die Kokosmilch anfängt zu kochen die Gelatine ausdrücken und einrühren und kurz köcheln lassen. Anschließend in Förmchen oder Gläser gießen und für mindestens 3 Stunden im Kühlschrank fest werden lassen.
Die Erdbeeren waschen, vom Strunk befreien und mit dem Pürierstab pürieren. Erdbeerpüree zusammen mit der Kokos-Panna-Cotta servieren.

Für die vegane Variante statt der Gelatine einfach 1 gestrichenen TL Agar Agar in die kalte Kokosmilch einrühren und mit den restlichen Zutaten aufkochen.